FAQ

das Vier-Farben-System: Hier ist der Farbcode, den jeder Profi (und jeder, der keine Keimparty will) im Schlaf beherrscht:

Rot ist Alarm: Nur für das WC, die Urinale und die Fliesen direkt drumherum. Rot heißt: „Hier wohnen die fiesen Bakterien, bleib bloß im Badezimmer!“

Gelb für das restliche Bad: Alles andere im Badezimmer, wie Waschbecken, Dusche, Badewanne und Armaturen. Gelb glänzt, aber bitte nicht in der Küche.

Blau für das Inventar: Alles, was im Wohn- oder Schlafzimmer Staub ansetzt. Schreibtische, Regale, Stühle oder Glasflächen. Blau ist für den „normalen“ Schmutz.

Grün für die Küche: Hier geht es um Lebensmittelhygiene. Grün ist reserviert für die Arbeitsplatte, den Herd und den Esstisch.

Die goldene Lappen-Zusatzregel:
Benutze pro Zimmer einen frischen Lappen. Den Lappen zwischendurch im selben Eimer auszuwaschen, verteilt den Dreck meistens nur von der linken in die rechte Ecke („Keim-Verschleppung“). Nach dem Putzen wandern alle Lappen sofort bei  60 °C (besser 90 °C) in die Waschmaschine.

Hör auf, die Scheibe mit Reiniger zu fluten! Das Geheimnis ist: Wenig Spülmittel und ein Schuss Spiritus oder Essig. Und ganz wichtig: Putz niemals, wenn die Sonne knallt. Die Sonne trocknet das Wasser schneller, als du „Fensterleder“ sagen kannst, und hinterlässt hässliche Streifen-Tattoos.

Weil du wahrscheinlich mit dem Mikrofasertuch drübergegangen bist wie ein Berserker. Mikrofaser ist auf Hochglanz-Küchen wie Schleifpapier für ein Baby-Popo. Nimm ein altes Baumwoll-T-Shirt oder ein weiches Tuch. Sanftmut gewinnt hier!

Schick Natron und Essig auf ein Date im Abfluss. Wenn es anfängt zu sprudeln und zu zischen wie in einem Chemielabor der 8. Klasse: Keine Panik, das muss so. Kurz warten, heißes Wasser hinterher und der Troll zieht freiwillig aus.

Zitronensäure ist dein bester Freund. Für den verkalkten Duschkopf: Pack das Ganze in einen Plastikbeutel mit Zitronen-Wasser-Mischung, binde ihn fest wie einen Pferdeschwanz und geh schlafen. Am nächsten Morgen glänzt das Ding mehr als deine Zukunft.

Vergiss den Staubsauger, der nur Lärm macht. Zieh einen Gummihandschuh an, mach ihn leicht nass und streichel über das Sofa. Du wirst dich wundern, wie viel „Ersatz-Hund“ du da in Sekunden zu Wollmäusen rollst.

Ja, das Gesetz der Schwerkraft! Putz immer von oben nach unten. Wenn du erst den Boden wischst und dann das Regal darüber abstaubst, kannst du den Boden gleich nochmal machen. Und arbeite dich im Uhrzeigersinn durch den Raum, sonst vergisst du in der Mitte vor lauter Tagträumen die Hälfte.

Wenn dein Lappen anfängt, ein Eigenleben zu entwickeln oder im Dunkeln leuchtet, ist es zu spät. Pack die Tücher regelmäßig bei 60 Grad in die Waschmaschine. Schwämme sind nach zwei Wochen meistens eher Bakterien-Hotels als Reinigungswerkzeuge – weg damit!

Wenn du das Gefühl hast, dein Bett braucht ein Fresh-up: Siebe eine Packung Natron großzügig über die Matratze. Lass das Ganze ein paar Stunden „chillen“ (es zieht Feuchtigkeit und Gerüche raus) und saug es danach einfach mit dem Staubsauger ab. Riecht wie neu!

Stopf über Nacht trockene Teebeutel (unbenutzt, versteht sich) hinein. Die saugen den Mief auf. Alternativ hilft auch eine Nacht im Gefrierbeutel im Eisfach – das killt die Bakterien, die für den Käsefuß-Faktor verantwortlich sind.

Saug ein bisschen Waschpulver oder Zimt auf, bevor du loslegst. Dein Staubsauger verwandelt sich dann in ein überdimensionales Duftstäbchen und verteilt Frühlingsgefühle in der Wohnung.

Schnapp dir eine alte Zahnbürste oder eine Fugenbürste und eine Paste aus Backpulver und Wasser. Kurz schrubben, abspülen, fertig. Ist das Workout für den Trizeps gleich inklusive.

Stell eine Schale mit Wasser und ordentlich Zitronensaft rein. Dreh das Ding für 5 Minuten auf volle Pulle, bis alles ordentlich dampft. Der Wasserdampf weicht den eingetrockneten Lasagne-Siff von 2019 so auf, dass du ihn einfach mit einem Wisch weglächeln kannst.

Bloß nicht! Wirf eine Scheibe Zitronen rein oder gib einen Schuss Essigessenz ins Wasser, einmal aufkochen, kurz warten und ausspülen. Das Ding glänzt danach so sehr, dass du dich darin spiegeln kannst.

Fett löst Fett! Gib ein paar Tropfen ganz normales Speiseöl auf ein Tuch und reib über die klebrigen Stellen. Klingt paradox, funktioniert aber wie Magie. Danach mit einem trockenen Tuch nachpolieren, und die Fingerabdrücke haben keine Chance mehr.

Vergiss teure Spezialreiniger. Schnapp dir eine Flasche Cola (ja, die billige tut’s auch) oder zwei Gebissreiniger-Tabs .

Lass das Ganze über Nacht „arbeiten“, während du schläfst. Die enthaltene Phosphorsäure (bei Cola) oder der Sauerstoff-Boost (bei Tabs) fressen Urinstein und Kalk einfach weg. Morgens einmal kurz nachbürsten, spülen – und das Ding strahlt, als wäre es gerade frisch aus dem Baumarkt geliefert worden.